Marketing Guide - UGC, Influencer, Hashtags | Bettina Stoi

Schön, dass du wieder reinschaust. Im Teil 9 des Marketing Guides geht es um UGC, Influencer und Hashtags. Keine Panik vor Abkürzungen und Fremdwörtern. Wenn du den Artikel gelesen hast, weißt du genau, wovon die Rede ist 🙂

Bevor es etwas mehr in die Tiefe geht, gibt es wie immer noch die Infografik mit der Übersicht:

Marketing Lexikon

 

UGC – User Generated Content

Übersetzt bedeutet das nichts anderes als „Von Nutzern erstellte Inhalte“.  Entstanden ist das Ganze mit dem Beginn des Web 2.0 in den frühen 2000er Jahren, welches auch als Mitmachweb bezeichnet wird. Plötzlich war das Internet nicht nur dazu da, um Webseiten zu finden und Inhalte zu konsumieren. Plattformen wie Wikipedia oder YouTube machten es möglich, dass es jedem offen stand, eigene Inhalte zu erstellen und ins Netz hochzuladen.

UGC kann gezielt als Marketingstrategie eingesetzt werden. Wenn es dir als Unternehmen passiert oder gelingt, dass deine Nutzer freiwillig gute Inhalte über dein Produkt erstellen – herzlichen Glückwunsch 🙂 Durch Mitmachwettbewerbe animieren Unternehmen ihre Kunden dazu eigene Inhalte zu produzieren und auch mit anderen zu teilen. Eine andere Möglichkeit ist z. B. das Design einer Verpackung als Wettbewerb an die Öffentlichkeit auszulagern. Per Abstimmung  entscheiden die Kunden im nächsten Schritt, welches Design tatsächlich in den Handel kommt.

Die geläufigsten Formen von UGC sind Blogbeiträge über ein Produkt, Videos, Produktrezensionen oder Restaurantbewertungen. Die Möglichkeiten sind in Zeiten unserer digitalen Welt vielfältig.

Bei allen Formen von UGC beschäftigt sich der Konsument eingehend mit einem Produkt. Macht er dabei positive Erfahrungen, wird er sich dadurch besser mit der Marke oder dem Unternehmen identifizieren. Und das ist gut für die Kundenbindung. Ein weiterer Effekt von UGC ist, dass Interessenten den Meinungen, Bewertungen und Empfehlungen anderer Nutzer Glauben schenken und eher geneigt sind, ein Produkt zu kaufen.

Ebenso kann sich das Ranking bei Google dadurch verbessern, da auf Suchergebnisseiten (SERPs) auch Produktrezensionen ausgespielt werden, und diese auch in das Ranking einer Seite einfließen.

 

 

Influencer

Influencer kann man auch als Markenbotschafter bezeichnen. Das Konzept ist nicht neu. Schon lange machen beispielsweise Berühmtheiten aus Musik, Film und Sport Werbung für Produkte. Sie tun dies, weil Marken den Einfluss und die Reichweite dieser Persönlichkeiten nutzen möchten, um ihre Produkte zu bewerben und zu verkaufen. Wenn Sängerin Beyoncé Werbung für Pepsi im Fernsehen macht, geht Pepsi eben davon aus, dass ein Teil der Zuschauer sich davon leiten lässt, und auch Pepsi trinken will. In diesem Beispiel hat die Sängerin einen großen Einfluss und für viele ihrer Fans nicht nur Vorbildcharakter, sondern vielleicht sogar den Status eines Idols. Menschen ahmen ihre Idole und Vorbilder nach, weil sie sich ihnen dann näher fühlen.

Effektive Werbebotschaften brauchen aber nicht immer Superstars. Mit der Entwicklung von Social Media haben sich auf den verschiedenen Portalen in den unterschiedlichsten Nischen Accounts entwickelt, die über die Zeit jede Menge (echte) Follower und eine engagierte Community aufgebaut haben. Diese Menschen sind nicht prominent im klassischen Sinne, sondern einfach mit ihrer Tätigkeit auf ihrer Plattform beliebt und bekannt. Sie haben ebenso Einfluss auf ihre Community. Dadurch, dass sie greifbarer sind als die Top Stars , schätze ich hier das Einflusspotential sogar höher ein. Influencer können sein: Blogger, Vlogger (auf YouTube, das V für Video), Instagramer, Facebooker usw.

Unternehmen nutzen Kooperationen mit Influencern, um ihre Produkte zu vermarkten. Das Schöne daran ist: Du kannst selbst definieren, was für dich persönlich und dein Unternehmen als Influencer gilt. Es müssen nicht gleich 100K (eine geläufige Abkürzung in der Social Media Welt wobei das K für Tausend steht) Follower sein. Vielleicht reichen für deine eigene Nische auch Influencer mit 10K oder gar 3K Followern. Auch für die gibt es eine besondere Bezeichnung, nämlich die der „Micro Influencer“ – wobei es bis heute keine einheitliche Definition gibt, wo „Micro“ anfängt oder aufhört.

Ein Influencer definiert sich nicht nur über die Anzahl seiner Fans, sondern auch darüber, wie engagiert diese sind (Likes und Kommentare) und wie die Reputation im Web allgemein zu diesem Influencer aussieht, also welchen Ruf sie oder er hat.

Leider gibt es in diesem Segment auch eine Schattenseite: Unternehmen sind schon auf Accounts mit gekauften Fans reingefallen und haben ihr Werbebudget damit regelrecht verbrannt. Vor einer Kooperationsanfrage solltest du einen Influencer Account also genau prüfen.

Weil das Thema sehr umfangreich ist, erscheint demnächst ein eigener Artikel, der sich nur mit Influencer Marketing beschäftigt. Dabei gehe ich auf folgende Themen ein: Wie finde ich passende Influencer, wie spreche ich sie an, auf welche Kriterien muss ich achten, welche Tools helfen, wie läuft eine Kampagne optimal ab usw.

 

 

Hashtags #

Tatsächlich gibt es für das Wort Hashtag keine sinnvolle deutsche Übersetzung. Hash steht für das Doppelkreuz # und Tag steht für Markierung. Hashtags sind in Social Media überall, aber nicht auf jeder Plattform sinnvoll.

Durch Hashtags kannst du einem Beitrag auf Instagram oder Twitter ein oder mehrere Schlagwörter zuweisen, damit andere Nutzer diese Beiträge auch finden können. Wie setzt man sie jetzt sinnvoll ein? Oft haben Veranstaltungen beispielsweise eigene Hashtags. Auf der Online Marketing Rockstars Messe dieses Jahr in Hamburg lautete der allgemeine Hashtag #OMR2018. Meine Tweets oder Instagrambeiträge habe ich mit diesem Hashtag versehen, und darüber auch andere Beiträge zu dieser Veranstaltung gefunden, die ich wiederum teilen bzw. kommentieren konnte.

Da jede Social Media Plattform ein wenig anders funktioniert, gibt es auch für jede andere Empfehlungen zum Einsatz von Hashtags. Beim Kurznachrichtendienst Twitter sind 1-3 Hashtags pro Beitrag sinnvoll. Für deine Message hast du hier nur 280 Zeichen Platz (bis Ende 2017 waren es übrigens nur 140 Zeichen) so dass du dich am besten auf einen Hashtags fokussieren solltest, der das Thema am besten kategorisiert.

Instagram bietet die Möglichkeit, bis zu 30 Hashtags pro Beitrag zu verwenden. Hier kannst du immer wieder testen, was funktioniert. Analysen zeigen, dass Beiträge mit 11 oder mehr Hashtags die beste Reichweite haben.

Auf Facebook haben Hashtags meiner Meinung nach nicht viel verloren. Die Funktion ist trotzdem aktiv, und du kannst so viele Hashtags verwenden wie du möchtest, macht aber meiner Meinung nach wenig Sinn. Klicken Nutzer in einem Facebook Beitrag von dir auf einen Hashtag, werden sie zu allen anderen Beiträgen geführt, die den gleichen verwendet haben. Sie sind also weg von deiner Seite, und das wollen wir nicht so gerne. Ich persönlich kenne auch niemanden, der auf Facebook Hashtags in die Suche eingibt. Das hat sich auf Twitter und Instagram etabliert, und da macht es dann auch Sinn.

 

Hat dir der Artikel gefallen oder hast du Wünsche, Fragen oder Anregungen für mich? Ich freue mich über einen Kommentar 🙂


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