Facebook Pixel, Custom Audience, Lookalike Audience | Bettina Stoi

[Aktualisiert am 1.2.2019]

Online Marketing ist mittlerweile ziemlich unübersichtlich geworden. Bei all den Plattformen und Tools ist das kein Wunder. Damit du dich besser zurechtfindest erkläre ich dir einmal pro Woche in meinem Marketing Guide ein paar wichtige Begriffe kurz und bündig in einer Infografik und etwas ausführlicher im Artikel. Heute geht es um Facebook, was das Facebook Pixel ist und den Unterschied von Custom zu Lookalike Audience.

Infografik Facebook Pixel, Custom Audience, Lookalike Audience

Facebook Pixel

Das Facebook Pixel ist ein kleiner Codeschnipsel, das Besucher deiner Webseite erfasst, sie also trackt (von Tracking). Wozu ist das gut? Dass Facebook gerne Daten sammelt, wissen wir ja. Über viele Pixel von zig Webseiten, die ein User so besucht, kann Facebook eine Zielgruppeneingrenzung machen. Besuchte Seiten lassen immerhin so einige Rückschlüsse auf unsere Interessen zu. Dazu kommen noch sämtliche Daten, die Nutzer selbst in Facebook eingeben, wie Wohnort, Schule, Arbeitgeber oder besuchte Veranstaltungen usw. Diese Daten sind dann gesammelt natürlich wieder für werbetreibende Unternehmen sehr interessant, die sich über Facebook Werbung geringe Streuverluste bei der Zielgruppe erhoffen. Durch die großen Datenmengen lassen sich Vorlieben und Interessen einzelner Personen ziemlich gut einschätzen und die Werbung dann sehr zielgruppengerecht genau da ausspielen.

Wie bekommt man diesen Pixel? Wenn du eine Unternehmensseite auf Facebook hast, kannst du dir in deinem Werbeanzeigenmanager ein Pixel generieren lassen. Es ist ein kleines „Stückchen“ HTML-Code, den du oder dein Webdesigner/-programmierer aktiv auf deiner Seite einbauen musst. Facebook stellt hier eine ziemlich genaue Schritt-für-Schritt Anleitung zur Verfügung.

Screenshot Facebook Pixel

TIPP: Für WordPress Seiten gibt es übrigens auch die Methode, ein Plug-In zu installieren und dort einfach die einmalige ID des Pixels einzutragen.

Für jedes Facebook Werbekonto gibt es nur ein Pixel, damit die eindeutige Zuordnung der Besucher möglich ist.

Custom Audience

Jetzt wird es spannend. Hast du das Facebook Pixel installiert, sammelt es ab diesem Zeitpunkt bereits Daten über deine Webseitenbesucher und schickt diese an Facebook zurück. Je nachdem, wie viele Besucher deine Seite so im Durchschnitt hat, entsteht da in kürzester Zeit eine gute Datenbasis. Wenn du nun eine Facebook Anzeige erstellst, kannst du eine Custom Audience als Zielgruppe auswählen. Auf Basis des Pixels sind das all diejenigen Personen, die dich auf deiner Webseite besucht haben, dich also in irgendeiner Art und Weise schon kennen. Fans deiner Seite müssen sie NICHT zwangsweise auch sein.

Es gibt auch noch weitere Datenquellen, anhand derer du eine Custom Audience erstellen kannst. Ebenfalls kannst du eigene Kundendatenbanken auf Facebook hochladen, z. B. aus deinem Verwaltungsprogramm oder aus deiner E-Mail Marketing Software. Das System checkt dann per Adressen Vergleich, wer schon ein Konto hat und dementsprechend wird dann die Custom Audience generiert. Wobei ich hier derzeit keine zuverlässige Aussage darüber treffen kann, ob dieses Vorgehen aktuellem Datenschutzrecht entspricht.

Eine Custom Audience ist toll – die Personen daraus sind irgendwie schon mit uns in Verbindung gekommen und wir können das nutzen, um aus einmaligen Besuchern wiederkehrende Besucher zu machen und sie so zum Kauf eines Produkts zu bewegen oder unsere Kunden auch auf Facebook auf uns aufmerksam zu machen. Eine Custom Audience kannst du außerdem auch aus Personen generieren, die mit deiner Werbeanzeige oder einem deiner Beiträge interagiert haben.

Lookalike Audience

Eine weitere Funktion bei der Zielgruppeneinbestimmung in Facebook ist die Lookalike Audience. Hier handelt es sich um eine gespiegelte Zielgruppe aus deinen Custom Audiences, sozusagen deren Zwillinge (deswegen auch Lookalike) – nur, dass es hier nicht um äußere Ähnlichkeiten geht, sondern um ähnliche oder gleiche Interessen, Alter, Wohnort etc. Das ist dann sehr interessant, wenn du bereits eine gute Datenbasis hast (z. B. durch Werbeanzeigen gesammelte Daten), und dich bei einer neuen Zielgruppe bekannter machen willst. Durch die Ähnlichkeit mit deiner bestehenden Zielgruppe ist die Chance hier natürlich sehr groß, dass du bei diesen Personen gut ankommst.

Bei all den Daten dürfen wir eines nicht vergessen: Qualität des Inputs bestimmt über die Qualität des Outputs. Sind deine Fans aus irgendwelchen Gründen gar nicht deine Zielgruppe, dann solltest du auf dieser Basis natürlich auch keine Custom oder Lookalike Audience erstellen.

Hier kommst du zu den weiteren Artikeln aus dem Marketing Guide.

Hast du Fragen zum Artikel oder hat er dir einfach gefallen? Ich freue mich über deinen Kommentar.


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