Marketing Guide - A/B Testing, Usability, UX | Bettina Stoi

Du versuchst dich regelmäßig über die Trends und Themen im Online Marketing zu informieren, aber manchmal bleiben doch einfach nur mehr Fragezeichen zurück? Dann bist du hier genau richtig! Schön, dass du wieder vorbeischaust. Hier findest du das Fachchinesisch des Marketings einfach erklärt. Heute geht es um A/B Testing, Usability und UX – User Experience, und wie das alles zusammenhängt.

In der Infografik findest du wie immer eine kurze Erläuterung, weiter unten gehe ich tiefer ins Detail:

Marketing Guide

A/B Testing
Beim A/B Testing werden zwei Varianten einer Webseite, Werbeanzeige oder Newsletters gegeneinander getestet um zu sehen, welche Variante die besten Ergebnisse bringt. Damit du das beste Ergebnis messen kannst, musst du natürlich vorher auch ein Ziel festlegen, welches du erreichen möchtest.

Um überhaupt Aussagen darüber treffen zu können, welche von zwei Varianten besser abschneidet, darf immer nur eine Variable verändert werden. Das bedeutet beim Newsletter z. B.: Du verschickst zwei Versionen mit unterschiedlichen Betreffzeilen an eine Testgruppe deiner Empfänger. Der Inhalt im Newsletter ist sonst völlig identisch. Die Betreffzeile mit der höchsten Öffnungsrate oder Klickrate hat sozusagen „gewonnen“. Auf dieser Basis kann ein weiterer A/B Test durchgeführt werden, oder die Erkenntnis wird gleich genutzt und der Newsletter geht an die restlichen Empfänger raus.

Wozu kannst du den A/B Test noch nutzen? Im Grunde alles, was denkbar ist und das Verhalten der Nutzer beeinflusst. Das kann die Farbe eines Buttons sein, welche eher zum klicken animiert, ein anderes Bild bei einer Werbeanzeige, oder auch die Position des Suchfelds auf der Webseite.

Durch eine konsequente Nutzung der Erkenntnisse kannst du mit dem gleichen Aufwand die Zahl deiner Newsletterabonnenten steigern, die Ausgaben deiner Werbekampagnen senken oder einfach mehr Umsatz in deinem Online-Shop machen. Bevor du dich an A/B Testing traust, solltest du deine Seite aber noch ein paar Prüfungen unterziehen:

 

Usability

Mit Usability ist die Nutzer- oder Bedienerfreundlichkeit gemeint. Nicht nur Webseiten oder Apps lassen sich anhand ihrer Usability bewerten, selbstverständlich kann das für jedes physische Produkt erfolgen. Ein Beispiel: Ein Fernseher, dessen Anschlüsse für USB oder HDMI schlecht zu erreichen sind, weil alles an der Rückseite des Geräts angebracht wurde. Aber bleiben wir in unserer Onlinewelt. Durch eine gute Usability kann der Nutzer seine Ziele effektiv und zufriedenstellend in einer angemessenen Zeit erreichen. Eine intuitive Bedienung und ansprechende Gestaltung tragen zu einer guten Usability bei. Aber Achtung: Eine gute Gestaltung bedeutet nicht automatisch eine intuitive Bedienung.

Negative Gefühle während oder nach der Nutzung sollen erst gar nicht aufkommen. Bei der Usability dreht sich alles um die Frage: Was tut der Nutzer und wie? Wenn du dich als Webseitenbetreiber in die Situation deiner Besucher hineinversetzt, lässt sich schon die ein oder andere Stolperfalle aus dem Weg räumen. Eine weitere Option: Suche Testpersonen aus deiner Zielgruppe, beobachte sie beim Surfen auf deiner Seite und befrage sie danach.

 

UX – User Experience

Die User Experience beschreibt das gesamte Nutzererlebnis. Die Usability ist ein Teil der UX oder auf Deutsch: Die Nutzerfreundlichkeit einer Webseite ist die Basis für ein gutes Nutzererlebnis.  Wenn der Besucher beim Surfen positive Gefühle oder Spaß empfindet, ist das ein gutes Nutzererlebnis. Emotionen spielen hier also eine große Rolle, denn wir Menschen lassen uns von Bedürfnissen wie Sicherheit, Anerkennung oder Verbundenheit lenken und beeinflussen. Diese Bedürfnisse wollen wir erfüllen.

 

Mit ein paar einfachen Tipps sind schon erste Grundvoraussetzungen für eine gute Usability und User Experience geschaffen:

  • Verkürze die Ladezeiten deiner Seite – über Google TestMySite kannst du schon erste Handlungsempfehlungen für Verbesserungen erhalten. Kurze Ladezeiten sind besonders im mobilen Bereich sehr wichtig, damit ein Nutzer nicht sofort wieder abspringt.
  • Deine Seite sollte natürlich auch auf Smartphones und Tablets optimiert sein, die Bedienung sollte auch in diesem Modus einfach sein, die Schrift leserlich (ja, auch 2018 ist das noch nicht überall Standard)
  • Biete eine technisch einwandfreie Seite, wie z. B. funktionierende interne Links

 

Zum Schluss habe ich noch ein paar Beispiele, die ich in Sachen Usability und User Experience für sehr gelungen halte, weil:

  • Einfache aber gelungene Gestaltung
  • Es ist auf den ersten Blick zu erkennen, worum es geht
  • Wenig bis keine Hürden im Bestell- oder Downloadprozess

 

myfreshfarm

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